ür den Einlass wenden sich interessierte Besucher bitte zuerst an das Kulturamt im Alten Rathaus (schräg gegenüber, der rote Renaissancebau). Dort kann der Eintritt (€ 3, unter 18 Jahren kostenfrei) beglichen werden. Gegen Vorlage des Personalausweises erhalten die Gäste einen Schlüssel und haben somit Einlass zum Museum am Seiteneingang rechts neben der “Brasserie Balthazar” am Marktplatz 3. Ein Aufzug steht zur Verfügung.

Öffnungszeiten: Dienstag bis Samstag 11 bis 17 Uhr, Sonn- und Feiertage 14 bis 17 Uhr

CASA Tony M.
Museum Tony Munzlinger
Alte Posthalterei
Marktplatz 3
54516 Wittlich

Telefon 06572 146622
Telefax 06571 17-2351
info@casatonym.de

Fb

Segel, Wind & Wellen

Segel, Wind und Wellen im Museum Tony Munzlinger
Gelungener Auftakt zur neuen Ausstellung in der CASA Tony M. in Wittlich.

Bildimpressionen der Vernissage (alle Fotos: Werner Pelm)

Groß war das Interesse an der nunmehr vierten Wechselausstellung mit dem sommerlichen Titel „Segel. Wind. Wellen“ am 17. Mai 2019 in der CASA Tony M. – Museum Tony Munzlinger in Wittlich. Bürgermeister Joachim Rodenkirch begrüßte als Vorstandsvorsitzender der Stiftung Stadt Wittlich nach einer stimmungsvollen Einspielung des Trailers der Trick- und Realfilm-Serie „Unterwegs mit Odysseus“ die rund 150 Gäste zur Vernissage in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge. Nach einer außergewöhnlichen Darbietung von Christoph Adams am Schifferklavier führte die Kunsthistorikerin Diana Lamprecht M.A. als „Munzlinger-Expertin“ in die Ausstellung ein. Sie dankte dem Maler, Grafiker und Filmemacher für seine Kunst und betonte, dass die neue Schau in der CASA Tony M. vom Künstler höchstpersönlich konzipiert wurde: Munzlinger wählte die Exponate aus, rahmte sie und legte die Hängung fest. Lamprecht erläuterte, dass „Segel. Wind. Wellen“ in vielerlei Hinsicht eine Premiere sei: Zum einen zeige die Ausstellung erstmals Auszüge aus den wohl gehüteten Tagebüchern Tony Munzlingers und zum anderen werden Fotografien seines Enkels Lorenzo Munzlinger zum ersten Mal in Deutschland präsentiert. Außerdem sind in einigen Ausstellungsräumen sogar echte Segel nach dem Design seines Sohnes Peter vorzufinden.

Gezeigt werden somit drei Generationen Munzlinger, die einerseits durch ihre Leidenschaft für Segel, Wind und Wellen, aber andererseits auch durch ihre Kreativität, ihre künstlerische Schaffenskraft miteinander verbunden sind.

 

Die „Segel“ stehen für Tony Munzlinger, dessen große Leidenschaft, gleich nach der Kunst, schon seit vielen Jahrzehnten das Segeln ist. Bei dem Großprojekt „Unterwegs mit Odysseus“ konnte Munzlinger seine Leidenschaften zusammenbringen. In seinen Tagebüchern hielt er fest, was er auf den Spuren des antiken Helden Odysseus auf dem Mittelmeer erlebte. Ab 1976 fanden die Unternehmungen statt, ab Januar 1979 wurden die Folgen „Unterwegs mit Odysseus“ gesendet. Fast zwei Jahre dauerte das Schneiden, Montieren und Vertonen bis alles fertig war.

„Wind“ bezieht sich auf seinen Sohn Peter Munzlinger, der ein international renommierter Segelmacher und -Designer ist. Bereits als 15-Jähriger fing er mit dem Surfen an. Und schnell ging er dazu über, sein Sportgerät selbst zu reparieren und zu modifizieren. Auf Sardinien hatte er zunächst einen eigenen Segelmacherbetrieb bevor er vor einigen Jahren Chefdesigner bei der Bekleidungs- und Segelgeräte-Firma Gaastra wurde. Diese Firma hat die Fotografien der Surfer, die Abbildungen der Designzeichnungen und sogar Segel zur Verfügung gestellt. Peter Munzlinger lebt auf Sardinien, sofern er nicht gerade für seine Arbeit um die Welt reist. Seine Segel fügen sich als eigenständige Kunst-Objekte in die Ausstellung ein.

Die Kategorie „Wellen“ steht für die Fotografien von Lorenzo Munzlinger (Jahrgang 1991). Er lebt ebenfalls an der Westküste Sardiniens, wo der Wellengang optimale Bedingungen zum Surfen und Segeln bietet. Lorenzo Munzlinger arbeitet als freier Fotograf. Sein Schwerpunkt liegt auf den Themen Musik und Natur, aber auch die Porträtfotografie gehört zu seinem Portfolio. Er möchte mit seiner Kamera Geschichten einfangen. In dieser Ausstellung spielen diese Geschichten in der Natur. Sie setzen das Surfen vor atemberaubenden Kulissen in Sardinien und auf Hawaii in Szene, schwelgen aber auch in der variantenreichen Schönheit der Küstenregionen. Mithilfe der Fotografie erfasst er den Augenblick, die Sekunde, in der sich die Welle bricht. Seine Bilder fangen gleichzeitig Stimmungen ein: Ob die Dramatik des Wellenreitens oder die Romantik eines Sonnenuntergangs

 

Darüber hinaus werden in der Ausstellung zahlreiche Gemälde und Collagen gezeigt, die sich mit allen Aspekten des Segelns – Historie, Technik, Schwierigkeiten und vermeintlicher Idylle auseinandersetzen Ausgestellt sind neben drei Bildern aus dem Bestand der Stiftung Stadt Wittlich auch vier Leihgaben sowie ebenfalls einige Reproduktionen von Gemälden, da die Originalarbeiten wohl mittlerweile über halb Europa verteilt sind.

 

Ausstellung bis 29. September 2019.